Die CDU Ludwigsburg blickt mit Sorge auf die Situation am Ludwigsburger Bahnhof und fordert schnelle Maßnahmen zur Behebung der Sicherheitsmängel an diesem neuralgischen Tor zur Stadt.

Sicherheit am Bahnhof Ludwigsburg

Die Vorfälle der letzten Zeit, wie Belästigungen, Übergriffe auf Passantinnen und Passanten, Diebstähle und Rauschgiftdelikte machten die Lage am Bahnhof mittlerweile unerträglich, heißt es von Seiten der CDU Ludwigsburg.

Nach den gescheiterten Versuchen der Stadtverwaltung, mit engagierten Bahnhofsmanagern Abhilfe zu schaffen, habe die unlängst durchgeführte Umfrage der Studierenden der Fachhochschule für Verwaltung und Finanzen die Mängel dort nochmals deutlich gemacht und einen dringenden Handlungsbedarf offengelegt.

Es sei natürlich begrüßenswert, dass sich die Stadt an einer vom Bundesbildungsministerium geförderten Studie beteilige, bei der die Tübinger Strafrechtlerin Professorin Rita Haverkamp mit im Boot sei und dass Richtung Herbst Befragungen unter den Anwohnerinnen und Anwohnern und Gewerbetreibenden stattfinden sollen.

Jedoch soll daraus erst bis Herbst kommenden Jahres ein Sicherheitskonzept erarbeitet werden. Dies sei, auch aufgrund des subjektiven Sicherheitsempfindens der Menschen, die täglich den Bereich um den Bahnhof nutzten, ein zu langer Zeitraum mit weiterer Unsicherheit, findet die CDU Ludwigsburg.

Nach Meinung des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden und Stadtrats Maik Stefan Braumann reiche es angesichts der fast täglichen Vorfälle am Bahnhof inzwischen nicht mehr, dass mit Instrumenten wie sozialer Kontrolle, gelegentlicher Vorbeisicht des kommunalen Ordnungsdienstes oder der Polizei Abhilfe geschaffen werden soll. Dies sei, so Braumann, perspektivisch wenig befriedigend und wirke den Ängsten vieler Menschen wenig entgegen.

Interessant wäre in diesem Zusammenhang auch ein Blick auf andere Städte wie beispielsweise Heilbronn, so die Meinung des stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Peter Schmid. In Heilbronn gebe es in unmittelbarer Nachbarschaft des Bahnhofs eine Dienststelle der Bundespolizei. Auch sei dieser kameraüberwacht, womit ein schnelles polizeiliches Eingreifen sichergestellt werden kann, wenn gerade keine Polizeistreife unmittelbar vor Ort sei, so Schmid.

Aufgrund der gemachten und zunehmenden negativen Erfahrungen mit Gewalt, Pöbeleien und Kriminalität am Ludwigsburger Bahnhof sei es deswegen überlegenswert, eine permanente Polizeidienststelle in unmittelbarer Bahnhofsnähe einzurichten, um den Bürgerinnen und Bürgern ihr Sicherheitsgefühl wieder zu geben, so die Meinung des CDU Stadtverbands Ludwigsburg.