Neckarweihingen: Viele Themen bewegen die Neckarwiehinger

CDU-Stadtteilgespräch mit Rundgang in Neckarweihingen am 25.04.2019

"Wir brauchen Inklusion, nicht Exklusion, so CDU-Stadtteilausschussmitglied Roland Schmierer beim Thema Barrierefreiheit in der Friedrich-von-Keller-Schule. Diese wird derzeit für über 16 Millionen Euro erweitert und saniert. Die Verwaltung plant zur Erreichung der zweiten Ebene im Gebäude einen Plattformlift am Treppenrand für 2.000 Euro vorzusehen, der später einmal für 40.000 Euro am Treppenrand installiert werden kann. Zwischenzeitlich hat sich eine Initiative gegründet, die den Bau eines zweiten Aufzugs fordert und den Alternativvorschlag der Stadt ablehnt. Die Verwaltung beziffert die Kosten für einen Aufzug mit 190.000 Euro. Roland Schmierer fordert eine barrierefreie Erreichbarkeit des Obergeschosses: „Bei einem Neubau könnte nicht ohne Aufzug ins erste Obergeschoss gebaut werden.“

Die neue Busschleuse am Südknoten-light soll den Ortskern vom überörtlichen Verkehr entlasten und den ÖPNV beschleunigen. Im Stadtteil ist ein vollständiger Südknoten, der die Zufahrt für PKWs und LKWs in den Stadtteil hinein erschwert, nicht unumstritten. Die einen befürchten eine Verödung der Hauptstraße, die anderen sehen im Südknoten eine Beruhigung der Verkehrslast und dadurch mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität.

Eine gute Erreichbarkeit des Freibades fordert Claudia Böhm. Die CDU-Kandidatin betont die verkehrliche Problematik des Otto-Konz-Weges während der Freibadsaison sowie die problematische Anfahrts- und Parkplatzsituation. Ein Freibadsteg mit Parkierung am nördlichen Neckarufer, der schon seit über fünf Jahren ein Thema ist, würde den Verkehr entzerren, wäre eine Entlastung und würde den Freibadstandort langfristig sichern.

Bei der Buslinienführung Schwarzwaldstraße/ Schauinsland/ Hohenrainstraße/ Landäckerstraße erhitzen sich die Gemüter. Von den drei Möglichkeiten kommt für CDU-Stadtteilausschussmitglied Jutta Schuster-Krautschneider nur Variante 3 in Frage:  Die Einbahnrichtung der Schwarzwaldstraße wird umgedreht, aufgrund des Begegnungsverkehrs in der Landäckerstraße/ Hohenrainstraßen würden zehn bis 20 Stellplätze am Straßenrand entfallen und im zukünftigen Baugebiet Schauinsland würde der Bus von Unten nach Oben fahren. Jutta Schuster-Krautschneider forderte weitere Informationen und eine öffentliche Begehung mit der Verwaltung, um die vorgeschlagene Route den Bürgerinnen und Bürgern vorstellen und mit ihnen diskutieren zu können. „Unser Lösungsvorschlag wird falsch verstanden“, so Jutta Schuster-Krautschneider. Das letzte Wort ist hier sicherlich noch nicht gesprochen und muss auch im Bauausschuss mit Ratsvorlage beraten werden.

Als nächster wichtiger Baustein soll das junge, aber dennoch ortsbildprägende Neckarweihinger Rathaus modernisiert und mit Leben gefüllt werden. Das Nutzungskonzept sieht ein Stadtteilzentrum für Begegnung, Bildung und Bürgerservice jeden Alters vor.

Die Erhaltungssatzung ist für den Stadtteil Neckarweihingen noch in Vorbereitung.  „Derzeit wird die Bausubstanz im Ortskern gutachterlich untersucht, so CDU-Stadtrat Maik Stefan Braumann, „viele Gebäudeabbrüche in den letzten Jahren haben das Ortsbild bereits jetzt unwiderruflich verändert. Erhaltenswerte Gebäude zu schützen dient auch dazu, das gebaute Gedächtnis des Stadtteils zu bewahren“, so Stadtrat Maik Stefan Braumann.

Die Themen wurden im anschließenden Gespräch noch vertieft.